Chronik der TG Rheingönheim

Im Jahre 1892 kam es zur Gründung der Turngesellschaft "Frei Heil Rheingönheim". Den Anstoß zu dieser Gründung gab mehr oder weniger der "Turnverein e.V. 1878 Rheingönheim". Dieser verlegte seine Turnstätte vom Gasthaus "Löwen" in den Saal des Gasthauses "Zum Schwanen" von Georg Frey. Der damalige Löwenwirt Christoph Frey war über diesen Vorgang so erbost, daß er die Gelegenheit nutzte mit Sportfreunden die Turngesellschaft "Frei Heil" zu gründen.

Bei der Gründungsversammlung waren anwesend: Christoph Grün, Philipp Kramp, Christoph Wetzler, Adam Gimmy, Franz Weigel, Jakob Schwarz, Adam Baumann, Jakob Schäfer, Peter Baumann, Gustav Teinker, Jaen Hahl, Peter Wolf, Valentin Hahl, Fritz Heene, Martin Wetzler, Georg Scherer;

Zum 1. Vorsitzenden wurde Christoph Grün, zum 2. Vorsitzenden Christoph Wetzler gewählt. Die Turngesellschaft war dem Deutschen Turnerbund angeschlossen. Wenige Wochen nach der Gründung kam es zur Anschaffung der ersten Turngeräte. Das erste Gründungsfest wurde nach vielen Schwierigkeiten auf dem Gelände des heutigen ev. Pfarrgarten begangen. 1895 erfolgte die Fahnenweihe mit Turnfest auf den Kandelwiesen.

Auf der Generalversammlung im Jahre 1904 beschloss man den Übertritt zum Arbeiter - Turn - und Sportbund. Es kam zu einem Anstieg der Mitgliederzahl. Im Jahre 1910 wurde durch den damaligen Vorstand, Wilhelm Schäfer, eine Akrobatengruppe gegründet. Die Übungsstätten wurden im Laufe der Zeit immer wieder gewechselt. Nach dem Gasthaus "Löwen", war man in den Gasthäusern "Zum Schwanen, "Grüner Baum" und "Lamm". Das anstehende 25 jährige Vereinsjubiläum im Jahre 1917 musste wegen des herrschenden 1. Weltkriegs ausfallen. 1920 erfolgte die Gründung der Turnerinnen - und Fußballabteilung. Die Turnerinnenabteilung wurde geführt von Abteilungsleiter Friedrich Rebennack dem späteren Ehrenmitglied des Vereins. Der Gänseweideplatz wird auf 100 Jahre gepachtet, um sich sportlich auf diesem Gelände zu betätigen. Im Jahre 1921 wurde die Handballabteilung gegründet. Es folgten Teilnahmen an Arbeiter - Turn - und Sportfesten in Leipzig und Frankfurt. Im Jahre 1929 beschloss die Generalversammlung eine vereinseigene Turnhalle zu bauen. Der Wahlspruch lautete "Vereinte Kraft, Großes schafft". Durch eigene Kraft konnte nach einem Jahr, 1939, der Hallenbau vollendet werden. Im Jahr 1933 war das Eigenleben der "Freien Sportvereinigung" durch die nationalsozialistische Machtübernahme zu Ende. Das Vermögen wurde beschlagnahmt und der Verein enteignet. Es kam zur Auflösung des Vereins. Die Turnhalle diente zur Aufbewahrung von Erntefrucht und als Abstellraum von Schulgeräten. Bei einem Bombenangriff wurde das ganze Gebäude 1943 zerstört.

Im Jahre 1950 wurde die Turngemeinschaft "Frei Heil" im Lokal "Zum Sportheim" wieder gegründet. 1. Vorsitzender wurde Valentin Repp. Im Jahre 1953 kam es zum Wiederaufbau der Turnhalle mit festlicher Einweihung. Die Gründung einer Frauenturnstunde ( Hausfrauenabteilung ) erfolgte im Jahr 1961.

1965 konnte das 65 jährige Jubiläum gefeiert werden. Der Einbau von zwei Kegelbahnen im Vereinsgebäude erfolgte im Jahre 1966. Eine Faustballabteilung wurde gegründet. In den Jahren 1980 bis 1983 hatte die Handballabteilung Erfolge vorzuweisen. In den weiteren Jahren erfolgten Teilnahmen der Turner an den Deutschen Turnfesten in Frankfurt, Berlin, Dortmund - Bochum.

Im Jahre 1992 konnte das 100 jährige Jubiläum gefeiert werden.
   
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